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„Da wirst Du große Augen machen...“

„Da wirst Du große Augen machen...“

Jasmin Siddiqui und Falk Lehmann arbeiten gemeinsam unter dem Namen Herakut und haben sich in der Street-Art-Szene einen Namen gemacht. Jasmin, Tochter einer Deutschen und eines Pakistaners, wuchs in Nied auf, suchte bereits dort Anschluss an die Graffitti-Szene. Sie nannte sich nun Hera, nach der griechischen Göttin, der Schwester und Gattin des Göttervaters Zeus, deren Augen von Homer als groß und dunkel beschrieben werden und deren charakteristischstes Merkmal ihre Unbeugsamkeit ist.
Falk Lehmann war zu dieser Zeit unter dem Synonym Akut schon ein bekannter Sprayer. Aus Jasmin und Falk wurde das Duo „Herakut“. Bilder der beiden schmücken Hauswände, Mauern und Brücken in der ganzen Welt, oft von gigantischer Größe. Ihre phantastischen, märchenhaften Figuren mit den großen Augen faszinieren den Betrachter durch die Intensität ihrer Blicke, denen man sich kaum entziehen kann. Ihr Eintreten für Menschlichkeit, Verständigung und soziale Gerechtigkeit ist unübersehbar, Hut ab vor solchem Engagement!
In einem Video kann man die Entstehung eines großen Bildes im Zeitraffer erleben. Beeindruckend die Sicherheit, mit der Jasmin Formen und Schrift – gleichsam auf der Leiter tanzend – auf die Leinwand bringt, immer wieder übermalt und verändert sie, bis das Ergebnis passt. Wer wissen will, wie ein kreativer Prozess abläuft, kann es hier beobachten. Nach Jasmins Aussage macht sie das „Skelett“ der Figuren und den Grundaufbau der Bilder, Falk zieht dann die Haut darüber und malt die Feinheiten.

Natürlich verstehe ich, was die beiden wollen: Große, beeindruckende Bilder malen, ihre Meinung kundtun, Zeichen setzen. „I was here, ich habe eine Stimme“ sagt Jasmin. Wer eine Botschaft verkünden will, muss das so tun, dass ihn die Leute sofort verstehen. Es ist also eine realistische Darstellung gefragt, wie sie die Beiden pflegen: die Haut ist samtig, die Lippen von berückender Plastizität, in den Augen blitzen weiße Lichtflecken, oft Mensch mit "Tier-Mütze". Die Formensprache sorgt für den angestrebten Wiedererkennungseffekt: unverwechselbar Herakut.

Ich schaue mir das Video noch einmal an und verfolge den Enstehungsprozesses des Bildes. Eigentlich sind hier schon einige Fassungen entstanden, die ich künstlerisch mindestens genauso gut finde wie das Endprodukt. Das ist kraftvolle Malerei, ungebrochene Spontaneität, die Formen sind locker und sicher hingehauen und von expressiver Kraft, die Schrift fügt sich wie selbstverständlich ein. Ich würde mir mal eine Serie solcher „unfertigen“ Bilder  wünschen, auf Leinwand gesprüht, gepinselt gespachtelt und gekratzt. Vergleichbar mit Tannen und Fichten im Wald. Schön in der Natur, aber an Weihnachten schön geschmückt im Wohnzimmer ein beliebter Klassiker, beides hat seine Berechtigung.

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