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Flore Maquin – der siebten Kunst verfallen

Flore Maquin, gerade 25 Jahre jung, lebt und arbeitet in Lyon. Ihre Ausbildung begann sie in der Tourismus-Branche. Durch die Gestaltung von Touristenbroschüren im ersten Semester, entdeckte sie ihre Leidenschaft für Grafikdesign. Dann entschied sie sich für die Sup de Pub (School of Communication, Marketing and Creativity). 

In der Designbranche ist sie besonders für ihre Filmplakate bekannt. Sie entwirft Poster für berühmte Filme, meist sind es Fan-Plakate im Eigenauftrag. Einige davon waren bereits bei Filmfestivals zu sehen, mittlerweile bekommt sie auch einige Aufträge. Im Gegensatz zu kommerziellen Werbeplakaten haben Maquins Artworks eine geradezu magische Anziehungskraft. Wie schafft sie das nur?
Maquins Erfolg als Designerin basiert grundsätzlich auf ihrer Leidenschaft für Zeichnen und der Beschäftigung mit der zeitgenössischer Malerei. Außerdem spielen ihre Kenntnisse in Photoshop, InDesign und Illustrator, sowie eine intensive Auseinandersetzung mit Typographie eine große Rolle.

Dieser Werdegang garantiert nicht unbedingt Erfolg, denn eine ähnliche Ausbildung durchlaufen tausende Designbegeisterte. Was macht also die Arbeiten Flore Maquins so einzigartig und unverwechselbar?

Sie selbst sagt, dass Filmplakate die größte Herausforderung für den Designer sind, da sie der Bestandteil eines Films sind, welcher als Erstes gesehen wird. Das Schwere ist es die Handlung in nur einem Bild erkennbar und verständlich darzustellen.
Bei einem kommerziellen Plakat, wie beispielsweise Francis Ford Coppolas Dracula-Film ist die Anordnung der Bildelemente simpel: alles steht – völlig spannungslos – auf Mittelachse. Die Symbolik wirkt billig: oben die Teufelsmaske und darunter die bluttriefende Schrift. Jetzt glaubt auch der Letzte verstanden zu haben, worum des hier geht. Nur ein Blick und der Content ist klar. Aber so wirkt es recht gewöhnlich und beliebig!

Flora Maquin hingegen schafft regelrecht ein Kunstwerk! Die Bildsprache ist signalhaft, eindrucksvoll und prägnant. Sie beschränkt sich auf nur drei Farben. Ein tiefschwarzer Hintergrund, die Gestalt des Fürsten Dracula leuchtet in einem wunderbaren Rot, sein Name ist als schwarzes, subtiles Liniengeflecht in den Mantel eingeschrieben. Die unnatürlich aufgesetzte Perücke und das „zeitgenössische“ Gesicht darunter bilden einen interessanten Kontrast, die Figur steht spannungsvoll im Bild. Auch hier erschließt sich dem Betrachter der Inhalt auf einen Blick, doch auf subtile Weise, die gekonnte Inszenierung der wenigen Bildelemente reicht dafür aus.

Maquin verwendet auf ihren Fan-Postern nicht viel Schrift, sie beschränkt sich auf einen Namenszug. Sie hätte bestimmt auch mit allen notwendigen Informationen eine interessante typografische Lösung gefunden. Vergleichbar mit dem kommerziellen Plakat des Films Nazar Palmus.

Flora Maquin brennt für die „7e art“ (septième art), also die „siebte Kunst“. Dies ist neben „cinema“ eine Bezeichnung für den Film als eigene Kunstform. Das bezieht sich auf die Ästhetik-Theorie G.W.F. Hegels, der sechs Künste benannte: Architektur, Skulptur, Malerei, Musik, Tanz und Dichtkunst. Im 20. Jahrhundert wurde der Film diesen Künsten hinzugefügt.
Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die handwerklichen und technischen Mittel der jungen Künstlerin. Das Poster zu Pulp Fiction macht diese deutlich. Auch hier kommt die Designerin mit nur drei Elementen aus, dem Gesicht, dem Kaffeebecher und dem Hintergrund mit der Schrift. Sie selbst sagt: „Ich denke, das Poster ist mein Favorit. Die Augen Uma Thurmans in dem Film haben mich fasziniert“ Und dieser Blick hat es wirklich in sich! Intensiv, konzentriert, von kristalliner Schärfe - und trotzdem geheimnisvoll. Das Spiel von Licht und Schatten ist virtuos gemeistert und schafft dadurch eine extreme Bildtiefe.

Die Konzentration auf wenige Bildelemente, die Klarheit der Zeichnung, die Plastizität der Gesichter und Körper durch den geschickten Einsatz von Licht und Schatten und die Begrenzung der Farbpalette erzeugen die geradezu mystische Stimmung dieser Bilder.

Flore Maqiuin – eine junge Künstlerin mit einem großen Talent und einem kleinen Geheimnis. Wir sind Fans!

http://www.flore-maquin.com
Flore Maquin on Instagram
Flore Maquin on Behance
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