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"Ich erschaffe eine Welt, wie ich sie will." – Luiz Stockler

„Komme ich heim und will mich auf die faule Haut legen – Ist die nicht zu Hause!“

Die besten Witze sind lapidar, scheinbar harmlos, aber intelligent, treffsicher und von durchschlagender Wirkung. Auch Luiz Stocklers Zeichnungen und Videos erfüllen diese Anforderungen, sie sind cool, witzig, hintergründig und dazu auch noch toll gezeichnet.
Seine Storybords sind ganz eigene kleine Kunstwerke und in seinen Filmen steckt so viel Wissen und technische Perfektion!
Das Überzeugende ist aber, dass er dieses Wissen nicht als Aushängeschild vor sich her trägt, sondern dass es ihm hilft, seine Anliegen auf unverwechselbare, scheinbar naive Art an den Betrachter zu bringen.
Luiz Lafalette Stockler wurde 1986 in Rio de Janeiro als Sohn eines brasilianischen Vaters und einer walisischen Mutter geboren. Die Eltern waren beide professionelle Springreiter. Als Luiz acht Jahre alt war, nahm sein Vater einen Job in einer schottischen Reitpferde-Zucht an. So gelangte die Familie in das Vereinigte Königreich. Luiz studierte an der University of Wales in Newport mit den Schwerpunkten Kunst, Design und Neue Medien. Sein Wissen in Sachen Animation vertiefte er auf dem Royal College of Art in London.

Seinen ersten Erfolg hatte er 2010 mit dem kurzen Animationsfilm Vovô, der eine sehr persönliche Geschichte erzählt. Gleichzeitig behandelt er den Tod, ein ganz universelles Thema. Vovô ist das portugiesische Wort für Großvater. Wenn dieser das erste Mal im Film auftaucht, adrett mit Blume im Knopfloch und gleichfarbigem Schlips, erkennt der Zuschauer nur an dem seitlichen Haltegriff, dass der Opa in einem Sarg liegt. Er starb, als der neunzehnjährige Luiz Stockler seinen Urlaub in Brasilien verbrachte. Luiz studierte damals er im dritten Jahr in Newport, wo er fast ein Jahr an Film, Storyboards und Animationen arbeitete. Daraus entstanden 2 Minuten und 23 Sekunden sensibler und hintergründiger Animationskunst!
2012 folgte der Film Home. Stockler findet hier für die Begriffe Heim, Haus, Wohnung, Heimat in einem Zwei-Minuten-Film verschiedene Bilder. Zuerst erfindet er den oder die Hausbewohner, es handelt sich um eine Art siamesischen Zwilling, sozusagen ein unzertrennliches Paar, das wohl die Voraussetzung dafür ist, dass „home“ funktioniert. Und dann geht es los:

„Home is where the heart is
Home is where my hair is
Home is where my cat is
Home is where my dog is
Home is where my chair is
Home is where you are“

Am Ende dieser sechs Zeilen zieht das Männchen das Weibchen kräftig an der Brust. Die zweite Sequenz “Home is where I scribble, Home is where I shave...“ endet mit heftigem Zupfen am Glied des Männchens und das Ganze endet mit einer innigen Umarmung und einem schmatzigen Kuss des Einkörper-Paares. „Where’ s home?“ – Alles klar!
Banana (She is) entstand 2014 in Rumänien: „Written, recorded and animated in a day inside the Midland Hostel in Bucharest“ verkündet der Abspann. Eine singende Banane mit Punktaugen und Schmollmund dreht sich anmutig im Kreis:

„She is my Banana
she is my Banana
she is my Banana
nana
nana, she is.“

Das ist eine wunderbare Mischung aus britischem Humor und brasilianischer Lebensfreude, gespickt mit einer gehörigen Portion (Selbst) – Ironie.
In einem Interview mit Tim Barrett sagte Luiz Stockler, dass er Animation lustig fände: „Ich sitze in einem Raum und erschaffe eine Welt, wie ich sie will - das ist ein bisschen wie Gott zu spielen.“ Er ist der Meinung, dass all das, was Schauspieler realistisch darstellen können, nicht Gegenstand von Animation sein sollte. Gute Animation ist nicht Life-Action sondern Imagination!
Luiz Stockler ist ein augenzwinkernder Moralist mit einer tollen zeichnerischen Begabung und noch besseren Ideen. Seine Filme – auf zahlreichen Festivals in der ganzen Welt gezeigt - vermitteln ernste Botschaften so, dass man sich köstlich amüsiert und zugleich ins Grübeln kommt. Man gönnt ihm die vielen Preise, die er für seine Arbeit bereits eingeheimst hat. Unbedingt anschauen!!


http://www.luizstockler.com
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